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Die Rede vom Generalmajor Trương Giang Long

24.04.2017 20:55 1362

„China, sehr geehrte Genossen, wird niemals das erbarmungslose Vorhaben aufgeben, die Souveränität Vietnams im Südchinesischen Meer an sich zu reißen. Sie werden niemals aufgeben. […] 
Die Rede vom Generalmajor Trương Giang Long
Prof. Dr. Trương Giang Long - Vizegeneraldirektor der Volkspolizei Abteilung Allgemeine Politik. Direktor des politischen Instituts der Volkspolizei

In der Angelegenheit geht es lediglich darum: wann werden sie sie an sich reißen und wie sie es anstellen. Deswegen schließen wir die Tatsache nicht aus, dass sie uns schon von innen heraus schwächen. Wir schließen nichts aus. Wir müssen diese Worte klar aussprechen. […] Sehr geehrte Genossen, ob China so hinterhältig ist oder noch hinterhältiger wird, müssen wir damit leben. Wir müssen uns anstrengen, damit sie nicht hinterhältiger werden. Wenn Sie jetzt sagen: „Wir siedeln Vietnam um. Wir siedeln China um.“ - das wird nicht passieren. Das wird niemals passieren. Das ist ein Unglück, dass wir neben einem großen Bruder leben, der wenig Freundlichkeit besitzt. Die freundlichen Gene sind wenig vorhanden. Die unfreundlichen Gene dominieren. Sehr geehrte Genossen, zurzeit haben sie uns bereit stark eingeengt. Sie stehen sehr tief bei unseren Nachbarn. Der Andere [die Philippinen- Anmerkung der Red.] hat sich komplett um 180° gewendet. […] Auf dieser Welt kenne ich mich nicht gut aus. Aber ich wage es zu behaupten, das vietnamesische Volk ist ein der Völker, das am kameradschaftlichsten mit Freunden umgeht. Die Kameradschaftlichkeit zu Freunden beginnt in der Geschichte und der Tradition.“

Im weiteren Verlauf der Rede stellt der Generalmajor fest, dass China nur seine Macht und Geld ausspiele. Dadurch haben sie die Philippinen in der Hand. Für Vietnam gibt es nur den Ausweg, wirtschaftlich zu wachsen und militärisch aufzurüsten. In der Frage, ob Vietnam die USA anschließen solle, verneint der Generalmajor. Laut seiner Ansicht muss Vietnam unabhängig werden. Wenn Vietnam jetzt die USA anschließe, bedeutet es nichts anderes als: „vom Regen in die Traufe“. Die USA werden Vietnam dazu zwingen, nach ihren Pfeifen zu tanzen. Wenn Vietnam sich weigert, werden die USA „die allbekannten Karten“ wie Religionsfreiheit, Menschenrechte usw. ausspielen. Um den nötigen Druck aufbauen zu können, haben die USA schon jahrelange Vorbereitung im Vietnam selbst getroffen und verschleiern nicht einmal ihre Intentionen. Durch die NGOs, die in Vietnam tätig sind, gewinnen die USA das Vertrauen der Minderheiten und der labilen Menschen. Bei einer guten politischen Beziehung bleiben diese Menschengruppen ruhig. Gebe es Differenzen, werden diese Gruppen zu Unruh angestiftet. Die neue Strategie der USA ist, die jungen Vietnamesen für ein Auslandstudium in den USA zu begeistern und sie nach dem Studium in den USA zu behalten. Diese jungen Generationen Vietnams sollen beim Aufbauen der USA mitwirken. Der Generalmajor vergleicht auch Japan mit den USA und nennt Japan die zweiten USA in Asien. Der einzige Unterschied ist, dass Japan mittlerweile eine sehr gute Beziehung zu Vietnam aufgebaut hat und in allen wirtschaftlichen, kulturellen Bereich Fuß in Vietnam gefasst hat. Von so einer tiefen Verwurzelung in Vietnam träumen die USA gerade.

Der Generalmajor zeigt die Verbindung zwischen China und den USA auf, in der Vietnam eine wichtige Rolle spielt. China führt den endgültigen Angriff im Südchinesischen Meer noch nicht durch, weil sie das Einmischen der USA befürchten. China beobachtet mit Bedacht die diplomatische Beziehung Vietnams zu den USA. Beide Länder warten gespannt darauf, auf welches Land Vietnam sich einlassen wird. Der Major rät Vietnam dazu, eine Balance zu finden um von keinem der Länder abhängig zu werden.

Zum Schluss erzählte er von dem Besuch des Generalsekretärs in den USA und von dem Gegenbesuch Obamas in Vietnam. Seit langer Zeit ist das das erste Mal, dass ein Generalsekretär Vietnams offiziell im Weißen Haus empfangen wird. Dieses Ergebnis ist der geschickten Diplomatie seitens Vietnam zu verdanken. Als Antwort auf den Besuch des Generalsekretärs soll der damalige Präsident Obama Vietnam einen Besuch abstatten. Der Besuch soll aus Bequemlichkeit nach der G7-Gipfel stattfinden. Vietnam verlangte jedoch eine offizielle Ankündigung und der Besuch durfte keinen zufälligen Charakter enthalten. Der Forderung nachgebend, kündigt Obama offiziell sein Erscheinen an und besuchte Vietnam noch vor der G7-Gipfel. Für den Generalmajor bedeutete es eine veränderte Stellung Vietnams in der Außenpolitik der USA.

Die USA brauchen Vietnam um gegen China zu kämpfen. Denn sie wissen, nur Vietnam ist es möglich gegen China standzuhalten. Bis jetzt hat China es noch nie geschafft, Vietnam zu bezwingen. 

Original video: Die Rede vom Generalmajor Trương Giang Long

TK - Thoibao.de 

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