Kommentar: Der Abzug der US-Truppen aus Syrien macht einen Strich durch Chinas Strategie im Mittleren Osten

US-Präsident Donald Trump hat sich dazu entschieden, US-Truppen aus Syrien abzuziehen

Bevor ich über dieses Thema rede, möchte ich meine Verachtung gegenüber zahlreichen Zeitungen, Kommentatoren und Politikern des linken Flügels in den USA zeigen, die von viele Leuten als „Cholera“ bezeichnet wird, weil sie in den letzten Tagen die Entscheidung Trumps, US-Truppen aus Syrien abzuziehen, schlechtgeredet haben.

In Wahrheit ist die Entscheidung Trumps ein politisches Kalkül, welches Chinas Strategie „One Belt, One Road“ in Syrien und anderen Ländern des Mittleren Ostens bestrafen soll.

Die Sache ist, dass im gesamten Kampf gegen den sogenannten „Islamischen Staat“ Syriens Präsident Bashar al-Assad kein Freund Amerikas sowie westlicher Länder war, obwohl die USA dort viele Menschenleben und Geld zurückgelassen haben. Assad mag China mehr, obwohl sie im Kampf gegen den IS nichts beigetragen haben. Als der Frieden immer näher kam, arbeitete Assad bereits am Wiederaufbau Syriens. Die Kosten werden auf 400 Milliarden US-Dollar geschätzt. Assad hat die USA und Europa an den Rand geschoben und stattdessen China mit offenen Armen empfangen. An der 60. Damascus International Fair haben mehr als 200 chinesische Unternehmen teilgenommen. Syrien nutzte diese Messe, um ausländische Investoren und deren Gelder anzulocken. Die USA sowie die EU wurden nicht eingeladen.

Chinas Präsident Xi Jinping muss viele Neukalkulationen machen, nachdem die USA sich aus Syrien zurückgezogen haben.

Schon bereits vor dem Beginn des Bürgerkrieges im Jahr 2011, waren zahlreiche chinesische Unternehmen in Syrien aktiv. Mit dem Beginn der Ausschreitungen, haben sich diese Unternehmen aus dem syrischen Markt zurückgezogen. Und jetzt, so schätzen es viele Experten ein, würde das „One Belt, One Road“-Projekt Chinas Syrien bei seinem Wiederaufbau enorm weiterhelfen. In einem Interview mit der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua hat der syrische Investitionsminister Wafiqa Hosni China als ein „freundliches Land“ bezeichnet. Zudem hat China seit 2017 verschiedene Messen mit Projekten zum Wiederaufbau Syriens in Peking veranstaltet.

Eine Quellen besagen, dass der zögerliche Abzug der USA aus Syrien zu einer Destabilisierung des Landes führen könnte. „Präsident Trump lässt das Spiel neu beginnen und jede Partei dort muss seinen eigenen Schachzug machen. China wird die Entwicklungen im Mittleren Osten und seine Folgen für die Interessen Chinas intensiv verfolgen.“, sagt Wu Xinbo, Direktor für Amerikastudien an der Fudan-Universität in Shanghai gegenüber der Hongkonger Tageszeitung „South China Morning Post“.

So gibt es nicht passenderes als Trumps Truppenabzug aus Syrien. Die USA können nicht mehr ihre Soldaten opfern, damit China dort auf eine einfache Weise Geld machen kann und sich dann gegen die USA stellt.

An dieser Stelle, spreche ich nochmals über den ehemaligen US-Verteidigungsminister James Mattis, eine Person, die Trumps Entscheidung Truppen aus Syrien abzuziehen, kritisiert hat. Die Entlassung einer Person mit solch einem Blickfeld ist jetzt inzwischen auch schon überfällig geworden. Wenn ich Trump wäre, dann hätte ich Mattis schon längst in den Ruhestand versetzt.

Syriens Präsident Bashar al-Assad

Trần Đình Thu (Regisseur aus Saigon/Ho-Chi-Minh-Stadt)


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