Wurden 10 Millionen Euro für die von Entführung Trịnh Xuân Thanh aufgewendet?

Kurz vor dem Prozessbeginn am 24.04.2018 gegen den wegen Spionage angeklagten Vietnamesen Long N. H. in Berlin, gibt eine Quelle aus der Tschechischen Republik an, dass "Vietnam zwischen 10 und 20 Millionen Euro über den Geldtransferdienst MoneyGram von Long N. H. im Vietnamesenmarkt 'Sapa' in Tschechien transferiert haben soll."

Der Führerschein von Oai D. Q. wurde von der tschechischen Polizei bildlich festgehalten

Der in Deutschland wegen Spionage angeklagte Long N. H. war Mitarbeiter des Geldtransferbüros MoneyGram im Vietnamesenmarkt Sapa und soll kurz vor der Entführung von Trịnh Xuân Thanh 10 bis 20 Millionen Euro von Vietnam in die Tschechische Republik überwiesen haben
Ein tschechischer Unternehmer gibt preis, dass „Long N. H. nur als eine Marionette eingesetzt wurde, um den Anschein zu machen, dass er der Inhaber des Geldtransferbüros MoneyGram sei. Der wirkliche Inhaber ist Oai D. Q., sein Onkel, der schon eine Zeit lang in Brno, Tschechische Republik, gelebt hat. Direkt nach der Entführung von Trịnh Xuân Thanh ist er nach Hải Phòng, Vietnam, geflüchtet, um den deutschen und tschechischen Behörden zu entkommen.“
Ein Zeuge, der zurzeit in Deutschland lebt, fügt hinzu: “genau Oai D. Q. stand schon vor einigen Jahren in Leipzig wegen Mafiaaktivitäten vor Gericht aber wegen fehlender Beweislage wurde der Prozess eingestellt. Vermutlich wurde auch wegen den alten Kontakten von Oai D. Q. ein Anwalt aus Leipzig engagiert, der Long N. H. vor Gericht verteidigen soll.”
Die Rolle von Long N. H. in der Entführung von Trịnh Xuân Thanh war es die in Europa benötigten Transportmittel für den vietnamesischen Geheimdienst zu beschaffen.
Als erstes wurde ein silberner BMW X5 im Zeitraum vom 18. bis zum 22.07.2017 bei der Autovermietung Bùi Hiếu in Prag angemietet. Dieser Wagen wurde für die Beobachtung in Berlin genutzt. Objekt de4 Beobachtung war die 26-jährige Đỗ Minh Phương, die die Geliebte von Trịnh Xuân Thanh sein soll. Das Fahrzeug verfolgte sie vom Flughafen Berlin-Tegel bis zum Sheraton Hotel in Berlin. Die Örtlichkeiten wurden genau erforscht, um den Plan zu konkretisieren.
Long N. H, mietete ein weiteres Fahrzeug für den Zeitraum zwischen dem 20. und dem 24.07.2017 bei der Autovermietung Bùi Hiếu in Prag an. Dieses Fahrzeug wurde von Long N. H. eigenhändig nach Berlin gefahren. Der silberne VW Multivan T5 sollte am 23.07.2017 Trịnh Xuân Thanh und seine Geliebte transportieren. Beide wurden mit Gewalt in das Fahrzeug gezerrt.

Im Gegensatz zu einigen Berichten, war der Verdächtige Long N. H. am 23.07.2017 nicht in Prag, sondern in Berlin, wie die deutschen Ermittler bekanntgeben. Dennoch ist nicht klar, ob Long N. H. auch den VW Multivan zum Zeitpunkt der Entführung von Trịnh Xuân Thanh gefahren ist. Bisher ist nur bekannt, dass „am 23.07.2017 der Angeklagte Long N. H. den für die Entführung genutzten Wagen auf dem Gelände der vietnamesischen Botschaft entgegengenommen und ihn wieder nach Prag gefahren hat.“

Nachdem das Entführungsfahrzeug wieder zurück an die Autovermietung Bùi Hiếu am 24.07.2017 gegeben wurde, haben Long N. H. und sein Onkel Oai D. Q. Ein drittes Fahrzeug für den Zeitraum zwischen dem 25. und 27.07.2017 angemietet. Es handelt sich hierbei um einem dunkelblauen Mercedes-Benz Vito.

Das dritte Fahrzeug: Mercedes-Benz Vito (amt. Kennzeichen: 4SF-5888) den Long N. H. für Oai D. Q. Am 25.07.2017 gemietet hat, um die Strecke Prag – Brno – Bratislava zu fahren.

Ein vietnamesischer Unternehmer im ‚Sapa‘-Markt gibt zu wissen: „Ich habe Long N. H. und Oai D. Q. am 25.07.2017 gesehen. Die beiden sind zur Autovermietung Bùi Hiếu gegangen, um einen dunklen Mercedes mit neun Sitzen zu mieten. Dieser Wagen kann viele Menschen auf einer langen Strecke transportieren. Seitdem habe ich Oai D. Q. nicht mehr hier gesehen.“

Bemerkenswert ist, dass alle drei Fahrzeuge, die Long N. H. für den vietnamesischen Geheimdienst gemietet hat, allesamt deutsche Fabrikate und mit einem GPS-Ortungssystem ausgestattet sind. Deshalb konnten die deutschen Ermittlungsbehörden den genauen Weg sowie die genauen Zeiten, bis auf die Sekunde genau, ermitteln.

Die Reiseroute wurde durch das Bord-GPS-System aufgezeichnet, der Weg führte über Prag – Brno – Bratislava. Es kann gut sein, dass dieses sehr geräumige Fahrzeug „besondere Ware“ mit sich führte. Was das genau ist, werden die deutschen und tschechischen Ermittler bald bekanntgeben.

Direkt nach der Entführung von Trịnh Xuân Thanh berichtete der deutsche Fernsehsender ZDF: „den unfreiwilligen Flug sollen die Agenten als Krankentransport getarnt haben. Start: wohl irgendwo in Osteuropa.“

Eine tschechische Quelle gibt an: „es ist wahrscheinlich, dass Vietnam gut 10 bis 20 Millionen Euro überwiesen hat, um die Entführung von Trịnh Xuân Thanh umzusetzen und weitere Kosten abzudecken. Zurzeit such die tschechische Polizei Oai D. Q. Wenn er wieder zurück in Tschechien sein sollte, wird die Polizei ihn sofort festnehmen. Ich weiß, dass er sich zurzeit in Hải Phòng aufhält.“

Aus Kreisen der deutschen Ermittlungsbehörden geht hervor, dass auch sie zurzeit Interesse an dieser bisher mysteriösen Person haben und bereit sind, seine Rolle aufzuklären sobald er wieder in Deutschland ist.

Der Wagen, der für Oai Q. D. Von Long N. H. angemietet worden ist und direkt nach der Entführung von Trịnh Xuân Thanh am 25.07.2018 die Strecke Prag – Brno – Bratislava gefahren ist. (Foto: Google Maps)

Der Flughafen ‚Letisko Milana Ratislava Štefánika‘ der slowakischen Hauptstadt Bratislava

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