BEAMTE WERDEN IMMER VERDORBENER UND GRAUSAMER GEGENÜBER DEM VOLK – WORAN LIEGT DAS?

Am 5. Januar 2026 veröffentlichte Herr Lê Kiên Thành, der Sohn des verstorbenen Generalsekretärs Lê Duẩn, in den sozialen Medien einen aufsehenerregenden Beitrag, in dem er die heutige vietnamesische Gesellschaft wie folgt beschrieb: „… dort erscheinen das Schlechte und das Verbrechen mit einer Selbstverständlichkeit, als wären sie unvermeidlich.“

Bemerkenswert ist, dass Herr Lê Kiên Thành eine schmerzliche Frage zu einem Widerspruch der Entwicklung stellte: Warum werden die Menschen grausamer und die Korruption schrecklicher – sogar innerhalb der Funktionärsschicht –, obwohl das Land nicht mehr so arm ist wie früher?

Die Warnung des Sohnes des verstorbenen Generalsekretärs Lê Duẩn traf den „wunden Punkt“ des Regimes unter Generalsekretär Tô Lâm genau. Dieser besteht im Fehlen von Demokratie selbst innerhalb der Partei.

Herr Lê Kiên Thành ist der Ansicht, dass, wenn der derzeitige Generalsekretär der Kommunistischen Partei Vietnams keinen demokratischen Mechanismus für seine eigene Partei schaffen kann, er auch keine Demokratie für die Gesellschaft aufbauen kann. Daraus ergibt sich zwangsläufig eine schwerwiegende Fehlentwicklung in Wirtschaft, Kultur und im Menschen selbst.

Das Leben der Bevölkerung wird in einem von Herrn Tô Lâm energisch errichteten „polizeistaatlichen“ System immer stärker eingeschränkt.

Zusammenfassend zeigen sowohl das Ereignis der Stimmenauszählung durch den Militärflügel als auch die kritische Gegenstimme von Herrn Lê Kiên Thành, dass der 14. Parteitag nicht nur ein personeller Machtwechsel ist, sondern eine schicksalhafte Weggabelung.

Das Eingreifen des Militärs in letzter Minute könnte die letzte Barriere sein, um die absolute Machtkonzentration des Polizeiflügels unter der Führung von Herrn Tô Lâm zu verhindern.

Hoàng Hà – Thoibao.de